Gerade in den feuchten Jahreszeiten steigt die Gefahr, dass sich Schimmel und Feuchtigkeit in der Wohnung breit machen.

Schimmelpilze wachsen bei Feuchtigkeit. Nässe an der Wand bietet den Sporen und sonstigen Mikroorganismen guten Halt. Außerdem löst die Nässe Salze, Mineralien und ähnliche Stoffe aus dem Baumaterial heraus, welche dem Schimmelpilz als Nahrung dienen. Das Material wird dabei geschädigt.

Feuchte Wände unterliegen einem Teufelskreis: Sie haben eine geringere Wärmedämmung als trockene; sie sind kalt und neigen dazu, noch nässer und kälter zu werden und dem Schimmelpilz immer größere Flächen als Nährboden anzubieten. Um Schimmelpilzen die Existenzgrundlage zu entziehen, muss die Bausubstanz also vor Feuchte geschützt und unvermeidliche Feuchte durch richtiges Heizen und Lüften reduziert werden.

Greifen Sie beim nächsten starken Regen zum Regenschirm und kontrollieren Sie rund ums Haus, ob das Wasser ungehindert ablaufen kann und ob Rinnen und Rohre dicht sind. Kleine Leckagen lassen sich mit speziellem Bitumenklebeband (im Dachdeckerhandel erhältlich) auch provisorisch abdichten.

Regenrinnen, Fallrohre und Bodenabflüsse säubern – mindestens einmal jährlich nach dem Laubfall. Defekte oder verrutschte Ziegel umgehend reparieren lassen. Wenn der Dachdecker ohnehin vor Ort ist, sollten Sie ihn auch Kehl- und Anschlussbleche überprüfen lassen

Sorgfältige Bauwerksabdichtung und leistungsfähige Drainage können vor feuchten Kellern schützen. Bei problematischem Baugrund ist es billiger und Ärger sparender, auf einen Keller zu verzichten. In jedem Fall ist es ratsam, Niederschlagswasser mit Hilfe von Dachüberständen, Vordächern und cleverer Gartengestaltung möglichst weit vom Haus wegzuleiten – zum Beispiel in einen Gartenteich.

Vorsicht beim Bezug von Neubauten oder nach Umbau- und Renovierungsarbeiten. In den Baustoffen steckt viel Wasser, das erst im Laufe vieler Monate entweichen kann. In dieser Zeit ist richtiges Heizen und Lüften besonders wichtig, Fachleute nennen dies “Trockenwohnen”. Die ersten Einrichtungsgegenstände Ihrer neuen Wohnung sollten Hygrometer zum Messen der Luftfeuchtigkeit sein.

So lange die Außenwand ungedämmt und zu kalt ist, muss sie von innen gut belüftet werden. Bringen Sie davor also keine Vorhänge an. Einbauschränke sind tabu. Möbel allenfalls mit Abstand (mindestens fünf Zentimeter) und auf Füßen aufstellen. In feuchtegefährdeten Wohnungen sind Luftbefeuchter oder Springbrunnen fehl am Platz. Sie sollten auch auf zu viele Pflanzen mit starkem Durst verzichten.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Wohnung zu feucht ist,  suchen wir gerne mit Ihnen nach der Ursache.